Traumabegleitung
wie gestaltet sich das Handeln im pädagogischen Kontext? Was ist, wenn therapeutische Hilfen nicht - oder noch nicht - in Anspruch genommen werden können?
Praktiker in erzieherischen und beratenden Feldern der Sozialen Arbeit kennen diese Fragen und Schwierigkeiten. Pädagogische Grundregeln scheinen auf den Kopf gestellt. Sicheres Alltagshandeln greift nicht. Abrupte massive Reaktionen der Klienten führen zu Verunsicherungen und Irritationen.
Es bedarf gezielten pädagogischen Handelns um einem zerrissenen, seelisch verletzten Menschen die Möglichkeit zu geben, ein funktionsfähiges Gesellschaftsmitglied zu werden.
Eine fundierte Kombination aus unterschiedlichen Fachdisziplinen kann frühzeitige Hilfe für traumatisierte Menschen bieten, biografische Leidenswege verhindern und gesellschaftliche Funktionsfähigkeit (wieder-) herstellen.
Traumaspezifische Fachberatung als Einzelnberatung
.... für Erwachsene
Grundlagen meiner traumaspezifischen Fachberatung ist die
psychodynamischen Traumatherapie nach Luise Reddemann. Meine
Qualifikation als Traumafachberaterin ist von ihr autorisiert sowie vom
Dt. Institut für Pschotraumatologie, Köln, anerkannt.Als Traumafachberaterin folge ich einer ressourcenorientierten Betrachtungs- und Handlungsweise, die ermöglicht
- an den vorhandenen Möglichkeiten anzusetzen
- traumatische Dynamik zu verstehen
- die Persönlichkeit zu stabilisieren
- die Ich-Stärken zu erkennen
- die Selbstheilungskräfte zu erkennen und zu aktivieren.
... für Kinder
Nach
Fischer und Riedesser (Lehrbuch der Traumatologie, 1998, S. 257) ist
das Trauma „in neue innere Weltmodelle zu integrieren, d.h., es
muss eine Integration in das altersgemäße kindliche Weltbild
erfolgen.“ Die kindliche Phantasie- und Spielwelt kann genutzt werden, neue
Lösungs- und Lebensentwürfe für die Bewältigung
traumatischer Erfahrungen zu entwickeln und zu erproben. Schonend und in der Führung des Kindes werden Rollenspiele und Märchen für die Arbeit auf der ‚Inneren Bühne’ genutzt. „PITT kann als Spieltherapie im Kopf verstanden werden.“ (L. Reddemann, 2004, S. 205)
Traumaspezifische Fachberatung im Setting der Sozial- und Erziehungshilfe
Traumaspezifische Fachberatung in einen pädagogischen Kontext einzubinden bedeutet, die Gebiete "Traumatherapie" und "Traumatheorie" mit pädagogischer Praxis zu verknüpfen. Es wird pädagogisches Handeln abgeleitet, das förderliche bzw. heilsame Entwicklungsprozesse gestalten hilft.Kenntnisse der Psychotraumatologie sind als Ressource pädagogischer Kompetenz zu betrachten, weil die psychische Traumatisierung nicht alleine auf den Betroffenen wirkt, sondern das gesamte soziale Umfeld betrifft. Wilma Weiß (2003) weist insbesondere darauf hin, dass in einer Trauma verstehenden pädagogischen Hilfestellung eine große Chance liegt, traumatische Erfahrungen zu korrigieren. Die Bewältigung traumatischer Ereignisse findet nicht nur im Kontext einer psychotherapeutischen Behandlung, sondern vorrangig im Alltag der Betoffenen statt. Daraus ergeben sich Beratungsmöglichkeiten als
- Konzeptberatung
- Fallsupervision
- Erziehungsberatung
- Gruppenarbeit (z.B. angeleitete Selbsthilfegruppe)
- Fort- und Weiterbildung
- Vorträge

Was?